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Gleichstellung

Wir sind überzeugt: Gleichstellungspolitik ist auch im 21. Jahrhundert noch kein alter Hut. Denn obwohl Frauen heute formal gleiche Rechte, Zugang zu Bildung und bessere Abschlüsse haben und es Männer gibt, die auch Väter sein wollen und mit ihrer Partnerin gleichberechtigt und in Partnerschaft leben wollen, sind Frauen und Männer noch immer nicht gleichgestellt:

Frauen haben nach wie vor die Hauptverantwortung für die Haus- und Familienarbeit - nur 5 Prozent der Männer nehmen Elternurlaub.

GleichstellungInsgesamt liegt das Einkommen von Frauen in Deutschland bei ungefähr gleicher Arbeitszeit mindestens 20 Prozent unter dem von Männern.

Die Berufswahl ist nach wie vor geschlechtsspezifisch unterschieden. Die typischen Frauenberufe wie Friseurin, Krankenschwester und Altenpflegerin (im Pflegebereich sind 80% der Beschäftigten Frauen) sind schlecht bezahlt und haben geringe Aufstiegschancen.

Noch immer stoßen Frauen auf dem Weg nach oben an „gläserne Decken”: 49,5% aller Studierenden sind weiblich, bei den Doktorandinnen sind nur noch halb so viele Frauen wie Männer dabei und bei den Professuren machen Frauen nur noch 12,6% aus.

In den Vorstandsetagen der 200 größten Unternehmen der Welt sitzen nur 10,4 % Frauen auf den insgesamt 2751 Chefsesseln.

Was läuft also falsch? Sind Frauen eben doch besser Mutter als Chefin? Oder legen Frauen nicht so viel wert auf Karriere? Wir sagen: Nein!

Es sind nach wie vor die Strukturen dieser Gesellschaft, die Frauen und Männern unterschiedliche Rollen zuweisen. Deshalb brauchen wir:

  • Ein Steuer- und Sozialrecht, das individuelle Lebensentwürfe fördert und absichert.
  • Eine Arbeitsmarktpolitik, die existenzsichernde Beschäftigung schafft - ein gesetzlicher Mindestlohn ist Gleichstellungsinstrument, denn die “working poor” in Deutschland sind überwiegend Frauen.
  • Eine berufliche Bildung, die weder typisch weiblich, noch typisch männliche Berufsbilder produziert.
  • Eine Familienpolitik, in der Elternzeit zwingend von Vätern und Müttern je zur Hälfte übernommen wird, denn nur so trifft das Risiko, aus dem Berufsleben zu fallen, beide Geschlechter.
  • Wir brauchen keinen Anspruch auf Teilzeitarbeit, sondern kürzere Arbeitszeiten für den einzelnen, damit alle in Vollzeit arbeiten können.

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